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Artikel



"Tantal"

Tantal? Was ist das? Bis vor Kurzem kannte ich diesen Begriff nicht, bis mir eines Tages ein Werbeflyer aus einer Zeitschrift entgegenfiel und ich erfuhr, das Tantal ein ziemlich unbekanntes Metall ist das neuerdings auch zu Schmuck verarbeitet wird." So, so ", dachte ich und begann zu recherchieren und wurde so fündig, daß ich beschlossen habe dem geneigten Leser alle Informationen häppchenweise zu servieren.

Histörchen

Teil I: "Warum heißt Tantal so, wie es heißt?"

Da streifen wir erstmal die griechische Sagenwelt und treffen auf Tantalos einem phrygischen Herrscher und Sohn des Zeus. Neben diesen Privilegien war Tantalos materiell zimlich gesegnet und sein Ruf wurde von der gesamten Götterwelt sehr hochgehalten. Als Sohn des Gottvaters eroberte er sich die Freundschaft der Unsterblichen, saß mit ihnen zu Tisch und durfte ihren geheimen Gesprächen lauschen. Tantalos wurde extrem übermütig und verriet die Geheimnisse der Himmelswelt seinem Mitmenschen. Er nahm sich Nektar und Ambrosia und verteilte diese göttlichen Nahrungsmittel frecherweise an die Sterblichen. Er sollte sich noch mehr herausnehmen: Der goldene Hund aus dem Tempel zu Kreta ward gestohlen und ihm zur Lagerung gebracht. Sein Vater verlangte die prächtige Skulptur zurück aber Sohnemann schwor, sie nicht in seinem Besitz zu haben.
Es folgte der Gipfel seines frevlerischen Tuns:
Tantalos lud die Götter zu Tisch und servierte seinen eigenen Sohn Pelops als Mahl, um die Allwissenheit seiner Freunde zu prüfen. Demeter die Göttin der Fruchtbarkeit verspeiste ein Schulterblatt, die anderen Götter erkannten jedoch was gebacken war und beschlossen: Das Maß ist voll! Sie warfen den Zerstückelten Pelops in einen Kessel und die Parze Klotho ( Geburtsgöttin) zog den Sohn des Tantalos in ganzer Schönheit und lebendig aus dem Gefäß. Das fehlende Schulterblatt wurde flugs durch ein Stück Elfenbein ersetzt.
Tantalos selbst traf nun der geballte Zorn der Götter. Sein Ruf war dahin. Er endete in der Unterwelt, wo ihm unendliche Qualen bereitet wurden. Er stand bis zum Kinn im Wasser und wenn ihn dürstete, senkte er seinen Mund Richtung Wasserspiegel. Doch der wich zurück. Tantalos bückte sich immer tiefer doch ohne Erfolg, bis das Wasser versickerte. Gleichzeitig quälte ihn großer Hunger. Am Ufer des Teiches indem er stand, wuchsen wundervolle Fruchtbäume. Äpfel, Birnen Granatäpfel, Feigen und Oliven hätte der ketzerische Sohn des Zeus mit seinen Händen greifen können, wäre da nicht das himmlische Kind, der Wind gewesen und hätte sie ihm immer fortgerissen. Alle guten Dinge sind Drei. So kam für Tantalos noch ständige Todesangst hinzu. Ein großes Felsstück schwebte über seinem Haupt und drohte auf Ihn herabzufallen.
So wird der ruchlose Verächter der Götter wohl noch heute im Hades verweilen und dreifache Qual erdulden.

Und was hat das jetzt mit dem Metall Tantal zu tun?
Davon und von anderen Eigenschaften dieses Stoffes werde ich Euch nächstes Mal erzählen.

Inge Heidecker







Ausgewählte Termine



Schwäbisch Gmünd

Nach seiner Restaurierung wird der kostbarste Teil des Münsterschatzes der Stadt im Museum im Prediger in frischem Glanz neu präsentiert. Diese Ausstellung umfaßt circa 100 Exponate, wie Weihrauchbehälter, Reliquiare, Leuchter, Monstranzen, Ziborien, Messgarnituren und Kelche aus der Gmünder und Augsburger Silberwarenproduktion. Zu sehen sind die Stücke vom 28.03.-1.06.2003


Wien

Mittelalterliche Meisterwerke der Steinschneidekunst bekommt man im Kunsthistorischen Museum in Wien zu sehen. Die Objekte aus Lapislazuli, Achat, Topas, Amethyst oder Bergkristall oder noch edler aus Gold mit Smaragd, Diamant und Rubin stammen z.B. aus Italien oder den Habsburgischen Prager Hofwerkstätten. Die Ausstellung läuft noch bis zum 27.04.2003


Kolding

Die gute alte Harley ist 100 geworden. Zur Feier gibt es im dänischen Kolding eine Ausstellung. Titel: " Eine amerikanische Legende: Harley Davidson". Auch für den Schmuckfan unter den Motoradbegeisterten gibt es ein wunderschönes Exponat zu bestaunen. Eine Harley Davidson in 750er Gold mit Diamanten und Rubinen. www.koldinghus.dk


Mannheim

Was ist Zeit?

Diese Frage behandelt die Ausstellung: "Alle Zeit der Welt- von Uhren und anderen Zeitzeugen", im Mannheimer Landesmuseum für Technik und Arbeit. Sie ist noch bis zum 30.03.2003 zu sehen.
Gezeigt werden Sonnen-Wasser- und Kerzenuhren. Man trifft auf eine mechanische Räderuhr und eine Äquatorial- Sonnenuhr aus dem Jahr 2000.
Historische Uhrenschätze findet der Besucher: Tischuhren, Reiseuhren, kleinste Taschenuhren aus Edelmetall und eine solche aus Holz von 1860. Die Entwicklung zur Zeitmesstechnik wird vorgestellt, z.B. die Erfindung der Sekundenpendule im 17.Jahrhundert, bis zur elektronischen Zeitmessung im Leistungssport von heute. Anhand von Baumrinden un Gesteinsschichten lassen sich ganz andere Zeitabläufe ablesen.
In einem japanischen Zengarten kann man sich von soviel Zeitmessung ein wenig erholen.

www.landesmuseummannheim.de

Inge Heidecker




Würzburg

Im Mainfränkischen Museum auf der Festung Marienberg in Würzburg werden bis zum 23.03.2003 "Zeitzeugen" , Taschenuhren aus vier Jahrhunderten ausgestellt.





Weitere Termine



Schwäbisch Gmünd

Prediger, Galerie im Chor "Japanische Impressionen" Vom 27.02.-27.04.2003


München

Galerie für angewandte Kunst, Pacellistr. 6-8 "Gabriele von Pechmann- Tafelbilder" wird gezeigt bis zum 03.05.2003





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Quellen

- GZ, die Goldschmiede-Zeitung



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