Weitere Eigenschaften des Goldes sind:
sein hoher Glanz, seine Polierfähigkeit und seine hohe Dehnfähigkeit auf Grund seiner geringen Härte. Ein Gramm Feingold lässt sich zu einem 3 Km langen Draht mit einem Durchmesser von 0,006 mm ziehen. Blattgold hat eine Stärke von nur 0,000125 mm. Es ist dann leicht durchscheinend.
Chemische Eigenschaften:
Gold verändert sich weder an der Luft noch im Wasser. Nur wenige chemische Stoffe können es angreifen. Diese Eigenschaften machen Gold zum Edelmetall. Man kann dieses Element nur in Königswasser (3 Teile konzentrierte Salzsäure, ein Teil konzentrierte Salpetersäure) oder Cyaniden lösen. Letzteres ist für die Goldgewinnung von Bedeutung.
Goldproduktion:
Gold wird in folgenden Ländern gefördert:
Südafrika, Russland, Kanada, USA, Japan, Simbabwe, Ghana, Australien, Kolumbien, Mexico etc. Es gibt ein neues Vorkommen in der Türkei. Es wurde noch nicht ausgebeutet.
Goldvorkommen:
Gold findet man gediegen (in metallischer Form) und nicht als Erz. Dabei ist es meist mit einem Anteil Silber legiert.
Lagerstätten:
primär:
Berggold in Quarzgängen
sekundär:
Berggold wird durch verwitterndes Gestein mit Wasser weggespült und in Bächen und Flussbetten in sogenannten Goldseifen abgelagert. (Seifengold oder Waschgold) Das Gold liegt in Form von Nuggets vor, die meistens weniger als ein Gramm wiegen. Der bisher größte Nugget wurde in Australien gefunden. Er wog 214,32 kg.
Goldgewinnung:
Goldwäsche in fließenden Gewässern:
In der Goldwäscherpfanne wird leichteres Gestein und Sand vom schwereren Gold durch Auswaschen in kreisenden Bewegungen getrennt. Das Gold sinkt auf den Boden der Pfanne. Später setzte man hölzerne Rinnen mit Querleisten ein durch die zerkleinertes Gestein oder Sand gespült wurden. Mit dieser Methode blieben über 50% des Goldes im Gestein zurück.
Amalgamation:
In Pochwerken zerkleinertes goldhaltiges Gestein wird über versilberte Kupferplatten geleitet, die mit Quecksilber überzogen sind. Das Gold verbindet sich mit dem Quecksilber zu Goldamalgam. Diese Legierung wird anschließend auf 360 °C erhitzt, wobei das Quecksilber verdampft und das Gold zurückbleibt. Die Ausbeute beträgt ca. 70%.
Cyanidlaugerei:
Diese Art der Goldgewinnung schließt sich an die Amalgamation an. Der Schlick wird mit Wasser durch einen Stahlbehälter geleitet. Natriumcyanid und ständig zugeführte Luft lösen das Gold aus dem Schlick. Mit Zinkstaub wird das Gold ausgefällt. Das Zink wird mit verdünnter Schwefelsäure herausgelöst.
Elektrolyse:
Tetrachlorogold (III)-säure dient als Elektrolyt. Das zu reinigende Gold ist die Anode in dem Elektrolyten. Die Kathode besteht aus Feingold. Bei einer bestimmten Stromspannung wird das Gold aus der Anode an der Kathode abgeschieden. Dieses Gold hat einen Feingehalt von 999,9/1000 (24 Karat).