Steckbrief


Chemisches Symbol: Pt (lat. platinum = Platin)
   
Farbe: grauweiß
   
Schmelzpunkt: 1774 °C
   
Siedepunkt: 4410 °C
   
Spezifisches Gewicht: 21,5
   
Mohs`sche Härte: 4-5
   
   
Weitere Eigenschaften von Platin sind:

Platin kann auf einen Folienstärke von 0,0025 mm und zu Drähten von 0,001 mm verarbeitet werden. Es lässt sich gut polieren. Elektrische und Wärmeleitfähigkeit sind bei diesem Edelmetall nur gering. Platin zeigt sich in der Verarbeitung als zähes Metall was sich vorteilhaft auf die Realisierung gewagter Fassungen auswirkt.


Chemische Eigenschaften:

Platin ist wie alle Edelmetalle korrosionsbeständig und lässt sich nur in erwärmtem Königswasser lösen. Als Katalysator beschleunigt es chemische Reaktionen.


Weitere Verwendungen:

Platin wird zur Herstellung synthetischer Fasern und in der Chirurgie verwendet, da es antiallergische und entzündungshemmende Eigenschaften hat.


Platinproduktion:


Lagerstätten:

Platin wird in der Hauptsache in Russland, Südafrika und Kanada gefunden.


Platingewinnung:

Die Gewinnung von Platin ist sehr umfangreich und unterscheidet sich je nach Fundort. Platin ist mit seinen Nebenmetallen und anderen Metallen legiert. Daher erklärt sich die Komplexität dieses Themas und kann im Grunde an dieser Stelle in keiner Weise vollständig dargestellt werden. Um Rohplatin zu erhalten wird zunächst erzhaltiges Gestein gemahlen und mit Wasser und Öl vermischt. Das Erz sammelt sich im Öl und kann so vom übrigen Gestein separiert werden. Danach schmilzt man das Erz und erhält eine Anreicherung von Platin und Nickel. Nun werden die Metalle durch Elektrolyse voneinander getrennt. Rohplatin enthält zwischen 77 und 80 % Platin, dazu Platinnebenmetalle, Eisen, Kupfer und Sand. Es folgen nun weitere chemische Prozesse auf der Basis von Königswasser. Dabei werden neben reinem Platin auch die Nebenmetalle einzeln in reiner Form gewonnen.


        Platinnebenmetalle:

  • Ruthenium (wird nicht verarbeitet, weil es zu hart ist)
  • Rhodium (dient als galvanischer Überzug bei Silber und Weißgoldschmuck)
  • Palladium (wird im nächsten Abschnitt extra beschrieben)
  • Osmium (ist wie Ruthenium sehr hart und daher wirtschaftlich nicht nutzbar)
  • Iridium (wird als Legierungsmetall zur Härtung z. B. von Platin eingesetzt)











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